Abenteuer Eingewöhnung

Seit 4 Monaten arbeite ich wieder 100% und mein kleiner Räuber ist bereits 8 Monate alt. Zeit also mit diesem Blog unser Leben zu dokumentieren und festzuhalten, welche Abenteuer uns noch bevorstehen.

Diese Woche war es nun so weit. Die Eingewöhnung bei unserer Tagesmutter hatte gestartet. Damals als ich wieder meine Arbeit aufgenommen habe, hatte ich schon gemischte Gefühle, meinen kleinen Mann beim Papa zu lassen. Und diese Woche war es nicht anders.

15 Minuten Freizeit! Ich verabschiede mich kurz und gebe dem Kleinen einen Abschiedskuss. Langsam schliesst sich die Haustüre und ich stehe alleine vor der Türe auf der anderen Seite. Dahinter kein Schluchzen und auch kein Geschrei. Einfach nur Ruhe. Ich verweile noch einen Moment und entschliesse mich kurz Daheim einen Kaffee zu trinken, was möglich ist, da unsere Tagesmutter und wir glücklicherweise Nachbarn sind.

15 Minuten sind um und per Whatsapp kommt die Nachricht: „Bis jetzt alles supi! Wenn was wäre melde ich mich…komm einfach 15 Minuten später! ;-)“

Und da ist wieder dieses gemischte Gefühl – teils Freude und teils Traurigkeit. 30 Minuten bleibt mein kleines Baby bei einer anderen. Langsam steigen mir wieder die Tränen in die Augen. Ich versuche die Gedanken zu verdrängen und überlege, wie ich mich beschäftigen kann. Ich überlege kurz. 5 – 4 – 3 – 2 – 1. Badezimmer putzen. Speed Cleaning. Ich bin fertig und die Zeit ist abgelaufen.

Es dauert nicht lange und ich klingle ungeduldig an der der Haustüre der Tagesmutter.  Die Türe wird geöffnet. Die Tagesmutter strahlt und meint: „Euer Kleiner macht das super!“ Ich sehe meinen kleinen Räuber an und lächle ihn an. Und sofort erwidert er mein Lächeln, genauso wie wenn ich nach einem 8.5 h Stunden Tag nach Hause komme. Meine Welt ist wieder in Ordnung, nachdem ich ihn wieder in meine Arme schliessen kann.

Ich bin mir sicher, genauso wie mir, ergeht es hunderten von arbeitenden Mamas. Es ist schwer für eine Mutter sein Baby an jemanden abzugeben. Ganz egal, ob es bei einem Familienmitglied oder jemanden ausserhalb der Familie bleibt. In der heutigen Zeit ist es aber leider so, dass wir Mütter häufig aus finanziellen Gründen zurück in unseren alten Beruf müssen. Ich persönlich wäre gerne länger als 4.5 Monate bei meinem kleinen Sohn geblieben. Leider war dies aus den verschiedensten Gründen nicht möglich. Ich versuche mir daher immer vor Augen zu führen, dass man im Leben nicht alles haben kann, aber die gemeinsame Zeit, die man als Familie hat, immer 100%ig geniessen sollte. Schliesslich ist die Eingewöhnung nur ein kleiner Schritt auf dem Weg von meinem kleinen Räuber und ich bin froh, dass ich den Weg mit ihm gemeinsam beschreiten darf.

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