Einkaufen mit einem Baby

 

 

Einkaufen mit einem Baby ist an einem Samstag eine sehr grosse Herausforderung! Und jede Mutter weiss genau, wovon ich rede. Die Supermärkte sind brechend voll und dann ist man im schlimmsten Falle noch als Mutter alleine mit dem Baby unterwegs. Aber mein Motto ist da: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und mit einer Einkaufsliste ist man normalerweise bestens vorbereitet und rasch wieder daheim.

Unser kleiner Räuber kann inzwischen sitzen und die Premiere im Einkaufswagensitz stand ihm bevor. Der erste Eindruck war positiv. Mit den Händchen an beiden Seiten des Einkaufwagens fuhren wir mit unserer Einkaufsliste in den ersten Laden.

Der erste Artikel wanderte zügig in den Einkaufswagen, der kleinen Mann verfolgt ganz genau den Ablauf und verinnerlicht den Prozess sofort. Und gleich beim zweiten Artikel kam ich gar nicht mehr dazu, diesen in den Einkaufswagen zu legen. Das Wegnehmen führte unwillkürlich zu einem für mich sehr unangenehmem Gebrüll. Also liess ich dem kleinen Herren seinen Artikel und damit seinen Willen. Und sind wir mal ehrlich, dass ganze dient ja auch nur zur Ablenkung, damit er nicht jeden einzelnen noch hinzukommenden Artikel zwischen die Finger bekam.

Endlich an der Kasse angekommen, hielt mein kleiner Räuber dann die Trinklernflasche in beiden Händen und machte sich bereits an der Verpackung zu schaffen. Alle Artikel wurden in Windeseile von mir auf das Band gelegt und ständig überprüft, ob er die Verpackung, die günstiger Weise aus Papier bestand, bereits im Mund hatte. Dann folgte ein kleines Kunststück! Die Verpackung wurde von der Trinklernflasche abgelöst und der Verkäuferin gegeben, damit diese die Flasche einscannen konnte. Die ganze Aktion verlief dieses Mal ganz ohne Gebrüll, weil ich peinlichst genau drauf Acht gab, dass die Flasche die kleinen Finger nie gänzlich loslassen mussten. Kurz vor dem Bezahlen bemerkte ich dann, dass der Räuber nicht mehr korrekt im Einkaufswagensitz sass und sogar Anstalten machte, herauszuklettern. Also wurde der Kleinen wieder korrekt hingesetzten, nebenher bezahlt und gleichzeitig noch der Zipfel der Jacke gehalten. Als Mutter bräuchte man manches Mal mindestens vier Hände.

Nachdem ich meine erste Lektion gelernt hatte und sämtliche Einkäufe vom Laden 1 im Auto verstaut hatte, ging es in den zweiten Supermarkt. Dieses Mal sass der kleine Räuber aber in der Trage. Der gesamte Einkauf verlief auch gleich viel entspannter. So entspannt, dass mein Kleiner in der Trage ein Nickerchen machte.

Gleichzeitig konnte ich meine Sporteinheit des Tages absolvieren, denn das Bücken mit unserer Trage gestaltet sich leider nicht ganz so einfach. Wer kennt das nicht. Statt dem üblichen Hinunterbücken gab es nun mehrfache Kniebeuge mit 10 kg zusätzlichem Gewicht. Und was soll ich sagen, die nächste Challenge folgte auch so gleich. Denn die Artikel am Ende an der Kasse aufs Band aufzulegen, ist mit einem Baby in einer Trage gar nicht so einfach, da die heutigen Einkaufswägen amerikanische Masse aufweisen. Gross und tief eben.

Und wenn das alles nicht genug gewesen wäre, so war ich natürlich bei dem Supermarkt mit den rasenden Kassiererinnen. Trotz Samstag und trotz einer langen Schlange hinter mir, wurde mir jedoch von der Kassierin geholfen, die Dinge direkt in den Einkaufswagen zu befördern. Ich war sehr dankbar in dem Moment und hoffe sehr, dass wir Frauen uns so öfter gegenseitig unterstützen würden.

Damit Dein nächster Einkauf auch ein Erfolgserlebnis wird, kannst du meine Einkaufsliste kostenlos herunterladen, wenn Du Dich zu meinem Newsletter anmeldest.

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